Die Ortenau ist die Weinregion innerhalb Badens, die gerade aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Dazu trägt das Schloss Ortenberg rund um das Tausendsassa Matthias Wolf, als Geschäftsführer, dem Kellermeister Hans-Peter Rieflin und Andreas Schmitt als Kenner der Hospitatityszene durch und durch, mächtig bei. 

Das Weingut Schloss Ortenberg kann auf eine über 600jährige Geschichte zurückblicken. Diese basiert auf der Gründung des Hospitalweingutes St. Andreas im Jahr 1407. Über viele Jahrhunderte waren dessen Weine für Ihre vorzügliche Qualität bekannt und überregional geschätzt. Es bewirtschaftete über Jahrhunderte herausragende Lagen, die dadurch große Berühmtheit erlangten. Die Namen Andreasberg und Spitalberg zeugen noch heute davon. 

Nachdem im Jahr 1997 die beiden kommunalen Weingüter Schloss Ortenberg und St. Andreas zu einem gemeinsamen Betrieb unter dem Namen Weingut Schloss Ortenberg fusionierten, geriet der Name St. Andreas in Vergessenheit. 

Als der Gourmet-Hotelier Thomas Althoff die Geschicke des Weingutes mit übernahm, änderte sich viel und die Dynamik ist spürbar. Nicht nur durch die besondere Lage und die Ausstattung des Weingutes auch als Eventlocation, sondern vor allem durch die Qualität der Weine. 

Hier ist vieles im Vormarsch. Die Weine sind delikat und lange nicht mehr so vom Alkohol getragen. Als pure Finesse könnte man den Stil beschreiben. 

Dazu kommt das Terroir, das dem Team wunderbar in die Karten spielt. Granitverwitterungsböden in den Steillagen rund um Ortenberg. Es lag nahe, dass man die 

Spitzenweinen mit dem alten Namen St. Andreas, heraushebt und ehrt. Die Premiummarke St. Andreas bringt die Weine wieder in ihrer Bekanntheit zu neuem Glanz. Dazu hat man mit Frank John einen Weinbauberater an der Seite, der vor allem die Weinberge weiterhin durch Stärkung der Biodiversität und naturnahen Bearbeitung weiter entwickelt, um die Qualitäten zu noch einzigartigen Trouvaillen zu machen. 

Eine sorgfältige Auswahl der Gewanne innerhalb der Lagen mit genauer Betrachtung der Bodenformationen und Klone und schließlich der separate Ausbau im Keller, hier wird auf jedes Detail geachtet. 

Das Ergebnis sind strahlende Unikate vom Granit, wohlwissend, dass dieses einzigartige Terroir in der Zukunft noch viel mehr an aromatischer Tiefe und Persönlichkeit hervorbringen kann. 

Bei der Präsentation in Köln waren Weinjournalisten, die Protagonisten, prominente Macher aus der Kölner Gesellschaft und Weinhändler zu Gast. 

Alle gemeinsam waren begeistert von den außergewöhnlichen Gewächsen. Rieslinge mit großer Strahlkraft, Weiss- und Grauburgunder mit Finesse und Chardonnays mit Weltniveau. Die Spätburgunder sind auf dem richtigen Weg und können sich bereits neben anderen badischen Berühmtheiten sehen lassen. Die Granit-Typizität macht sie aber zu absoluten Unikaten. Wenn man mit Frank John spricht, dann ist seine Euphorie über die Terroir – Eigenschaften und die unnachahmliche Kraft und Struktur und zugleich Finesse etwas, woran er mit großer Freude in den nächsten Jahren arbeiten wird.

Zum Abschluss gab es Badische Spezialitäten mit großer Liebe gemacht. Die Gastlichkeit im berühmten Schlosshotel Bensberg ist über die Grenzen des Landes bekannt und ein kleiner Ausflug in die badische Küche, zauberte allen Gästen ein Lächeln ins Gesicht. 

Dazu präsentierte Andreas Schmitt dann die Collection Linie Furore, die bereits in den Betrieben der Althoffgruppe und der engagierten weinsinnigen Gastronomie im wahrsten Sinne „Furore“ macht. Besonders der rote Furore hatte mich begeistert. Dafür lässt man sicherlich ganz viele bisher Lieblingsroten aus Italien, stehen.

Mein persönliches Fazit: 

“die St. Andreasweine ist auf Anhieb sehr gelungen. Für mich sind es Weine ohne Falten. Ich bin aber sicher, dass sich in einigen Weinen noch unglaubliche Schönheiten verbergen”. 

Bleiben Sie durstig. 

Ihre Claudia Stern