Lagen

Zeller Abtsberg Ortenberger Andreasberg Ortenberger Schlossberg Gengenbacher Nollenköpfle Zunsweierer Halde Weingut Zell-Weierbach Offenburg Ortenberg Ohlsbach Zunsweier

Weitere Rebflächen bewirtschaften wir in den Lagen Ortenberger Freudental und Ohlsbacher Kinzigtäler.

Zeller Abtsberg

Unsere Reben stehen auf etwa einem Hektar sehr geschützt am Hangfuß dieser hervorragenden Südlage. Ihre Besonderheit findet sich jedoch auch in der Geologie. Die Reben wurzeln hier auf Buntsandstein, welcher in der südlichen Ortenau nur selten als Weinbergsboden zu Tage tritt. Wir bauen in dieser Lage ausschließlich die Sorte Spätburgunder an, welche hier Jahr für Jahr beste Trauben liefert.

Die Einzellage Zeller Abtsberg ist nach den ursprünglichen Besitzern eines Großteils der Weinberge, den Äbten des Klosters Gengenbach, benannt. Sie ist eine der ältesten in unserem Besitz. Unsere Reben stehen genauer gesagt im Gewann Spitalberg. Der Name leitet sich direkt vom St. Andreas Spital ab und bezeugt die langen Besitzverhältnisse zu unserem Weingut.

Ortenberger Andreasberg

Die Einzellage umfasst die Weinberge unmittelbar um das Weingut. Die Lage bietet durch ihre direkte Lage an den Schwarzwaldhängen und der hauptsächlich südlichen Ausrichtung ein besonderes Kleinklima. Die Reben stehen hier in einer Höhe von 200 bis 300 über NN auf Urgesteinverwitterungsböden aus Granit. Am Hangfuss wachsen aufgrund des höheren Feinerdeanteils hauptsächlich Spät-, Grau- und Weißburgunder sowie Chardonnay und Müller-Thurgau. Je höher wir in der Lage gehen, desto karger und steiniger wird der Boden und desto größer wird der kühlende Einfluss des Schwarzwaldes. Dies sind ideale Voraussetzungen für den Anbau des Klingelbergers. Aber auch die Sorten Scheurebe und Muskateller schätzen diese Bedingungen sehr. Eine Besonderheit bildet das Gewann „Im Roth“. Hier bauen wir die Sorte Sauvignon blanc und Sauvignon gris direkt nebeneinander an. Die Reben wurzeln durch eine Lössschicht, welche den steinigen Untergrund bedeckt.

In der Lage Andreasberg finden sich die Weinberge, deren Schenkung an die St. Andreas Stiftung im Jahr 1500 den Grundstein für unser heutiges Weingut legte. Sie ist somit unsere älteste Lage und befindet sich in unserem Alleinbesitz.

Ortenberger Schlossberg

Der Schlossberg umfasst, wie der Name unschwer vermuten lässt, die majestätische Anlage von Schloss Ortenberg. Dies liegt auf einem Bergsporn aus Granit, welcher zugleich der karge Boden ist, auf welchem unsere Reben wachsen. Er bildet einen exponierten Übergang vom kühlen Schwarzwald in den warmen Oberrheingraben. Dieses besondere Kleinklima und die über 50 % steilen Weinberge, welche sich wie ein Amphitheater nach Süden öffnen und von 170 über NN bis auf 240 über NN reichen, ergeben besonders günstige Bedingungen für die Erzeugung von Spitzenweinen. Hier wachsen neben den Sorten Spätburgunder, Klingelberger, Chardonnay, Scheurebe, Gewürztraminer, Muskateller, Grauburgunder und Sauvignon gris auch sehr anspruchsvolle südländische Sorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah.

Funde und Besiedelungspuren zeigen, dass der strategisch bedeutsame Bergsporn, auf welchem das Schloss steht, schon in der Jungsteinzeit besiedelt war. Ein Beweis dafür ist ein Menhir, ein sogenannter Hinkelstein, welche mitten in unseren Reben steht. Sein Alter wird auf rund 4000 Jahre geschätzt. Über seinen Zweck kann jedoch nur spekuliert werden. Wie lange am Schlossberg schon Weinbau betrieben wird, lässt sich nicht gesichert sagen. Da aber in direkter Umgebung römische Besiedelungspuren gefunden wurden, lässt sich vermuten, dass die ersten Reben in dieser prädestinierten Lage schon sehr früh gepflanzt wurden und es ist nachgewiesen, dass viele der wechselnden Schlossbesitzer an den Hängen intensiven Weinbau betrieben.

Zunsweierer Halde

Die Einzellage Halde ist unsere größte und zugleich jüngste Einzellage. sie ist am Übergang der Weinbaubereiche Ortenau und Breisgau gelegen. Hier bestimmt schon die hügelige Struktur des Breisgaus das Landschaftsbild. Die Reben wachsen hier auf tiefgründigeren Löss- und Lösslehmböden und zu kleinen Teilen auf Buntsandstein. Geschmacklich unterscheiden sich die Trauben aus dieser Lage von denen, welche auf den Gesteinsböden gewachsen sind, durch Ihre fülligere und weniger mineralische Art und bilden eine sehr gute Ergänzung zu diesen. Die Lage ist mit den Sorten Klingelberger, Spätburgunder, Müller-Thurgau, Weißburgunder, Sauvignon blanc und Kerner beflanzt.

Gengenbacher Nollenköpfle

Diese Einzellage befindet sich oberhalb von Gengenbach auf rund 220 Meter über NN und eigentlich schon im Schwarzwald. Durch die Südlage und den noch markant vorhandenen Einfluss der Warmluft aus dem Oberrheingraben finden sich für den Weinbau aber sehr gute Bedingungen. Eine weitere Besonderheit findet sich hier der Geologie. Die Reben wachsen auf Gneis, ein dem Granit verwandtes Gestein, welche zusammen das Grundgestein des Schwarzwaldes bilden. In dieser etwas kühleren Lage wachsen die Sorten Spät-, Grau- und Weißburgunder sowie Gewürztraminer, Kerner, Klingelberger und Müller-Thurgau.

Der Weinbau in Gengenbach ist schon sehr alt. Die Mönche des Kloster Gengenbachs begannen damit schon vor über 1000 Jahren und prägten den Weinbau in der gesamten südlichen Ortenau.

Weitere Rebflächen bewirtschaften wir in den Lagen Ortenberger Freudental und Ohlsbacher Kinzigtäler.